
Im Jahre 1870 wurde durch Christoph Ochsenfarth in der Paderborner Hathumarstrasse eine Werkstatt für Maler,- und Lackiererarbeiten gegründet, die im Jahre 1926 durch seinen Sohn Robert Ochsenfarth (sen.) übernommen und weitergeführt wurde.
Nach dem II. Weltkrieg, ab 1945 erkannte dessen Sohn Anton Ochsenfarth den Bedarf für weitere Denkmalpflegearbeiten. Mit neuen Mitarbeitern u.a. Kirchenmalern, Vergoldern, und Stukkateuren erweiterte er die Angebotspalette der Firma und konnte dadurch zahlreiche Sakral- und Profanbauten und deren Ausstattungen bearbeiten. Am Firmenstandort in der Salierstrasse in Paderborn wurden dazu umfangreiche Werkstätten und Ateliers für die Skulpturen,- und Gemälderestaurierung eingerichtet.
Im Jahre 1978 kam die vierte Generation mit Robert Ochsenfarth (jun.) in die Firma und absolvierte dort eine restauratorische Grundausbildung, an die sich Weiterbildungen in den Landesdenkmalämtern in Münster und Bonn anschlossen. Nach Paderborn zurückgekehrt konnte dieser zur Betriebsführung noch den Meistertitel im Handwerk erwerben. Ab 1988 gründete Robert Ochsenfarth eine neue GmbH.
In den darauffolgenden Jahren und durch die weiter entfernten Baustellen wurden zusätzliche Standorte in Erfurt, Lübeck, Köln und Berlin eingerichtet. In dieser Zeit wurden neben prominenten Sakralbauten (u.a. Kölner Dom, Düsseldorf St. Andreas, Büren Jesuitenkirche, Lübeck Katharinenkirche) auch Profanbauten (u.a. Berlin Brandenbuger Tor, Braunschweig Burg Dankwaderode, Schloß Clemenswerth in Sögel) bearbeitet. Anfangs waren auch die Projekte in Berlin erfolgreich, wodurch zahlreiche Treppenhäuser des Historismus an der Spree restauriert werden konnten. Leider nahm dann die Entwicklung einen anderen Lauf, als durch ein Großprojekt (Ministerium) die Finanzierung der Kosten nicht mehr gewährleistet war. Durch die damit verbundenen Auswirkungen mußte die Firma im Jahre 2000 aufgelöst werden.
Bereits im Jahre 2002 konnte aber im Ortsteil Marienloh eine neue, kleinere Werkstatt zur Restaurierung von Skulpturen und Gemälden eingerichtet werden, die bis jetzt für Privatkunden ein beliebter Ansprechpartner war. So können wir aus jetziger Sicht im Jahre 2025 auf eine 155- jährige Zeitphase zurückblicken, in der der Name Ochsenfarth mit dem Handwerk, der Denkmalpflege und der Restaurierung eng verbunden war. Eine lange Zeit, die nun aber ihr Ende finden soll. So habe ich mich dazu entschlossen am Ende des Jahres 2025 die Restaurierungstätigkeit aufzugeben.
