
Eine naturwissenschaftliche Erklärung für die Entstehung des Universums liefert die Urknalltheorie. Sie besagt, dass das Universum zu Beginn, vor etwa 13 Milliarden Jahren, ein winzig kleiner heißer Punkt war, der sich nach einer riesigen Explosion, dem Urknall, extrem schnell ausgedehnt hat und danach abkühlte. Ein weiterer Anhaltspunkt für die Urknalltheorie ist die Tatsache, dass sich das Universum immer noch ausdehnt.
Diese Indizien helfen uns zu erklären, was sich seit der Entstehung des Universums abgespielt hat und wie sich die kleinen Elementarteilchen zu Elementen und schließlich zu Sternen, Planeten und Galaxien entwickelt haben. Aber für die Zeit ganz kurz nach dem Urknall gibt es bis heute bei den Physikern keine hinreichende Erklärung. Es ist eine der großen Fragen unserer Zeit, die viele kluge Köpfe beschäftigt.
Ein weiterer Erklärungsansatz besagt, dass es vor unserem Universum „Nichts” gab, und die Entstehung des Universums in einer zufälligen Schwankung in der Energie des Nichts begründet ist. Sich dieses Nichts aber vorzustellen fällt schwer. Bei diesen Überlegungen zu den Ursprüngen des Universums benutzen Physikerinnen und Physiker die hochspezialisierte Sprache der Mathematik. Mit deren Hilfe können Theorien über das Universum in Gleichungen aufgeschrieben werden. Noch gibt es keine perfekte Gleichung oder Weltformel, die die Entstehung des Universums überzeugend erklärt.
