Die Kirchenmalerei umfasst die künstlerische Gestaltung von religiösen Gebäuden. Sie ist Teil der christlichen Kunst und beinhaltet Fresken, Wandmalereien, Vergoldungen und die farbige Fassung von Skulpturen. Hauptziel ist die Schaffung einer spirituellen Atmosphäre und die visuelle Vermittlung religiöser Geschichten.
Kernbereiche der Kirchenmalerei sind:
- Wand- und Deckenmalerei: Die großflächige Gestaltung von Innenräumen, Gewölben und Fassaden mit Fresken oder Ornamenten.
- Fassmalerei und Vergoldung: Die farbige Bemalung sowie das Vergolden von Holzfiguren, Altären und Kirchenmobiliar.
- Restaurierung und Denkmalpflege: Das Konservieren, Freilegen und fachgerechte Restaurieren historischer Malereien und Stuckarbeiten. [1, 2, 3, 4, 5]
Der hstorische Hintergrund der Kirchenmalerei liegt in den frühchristlichen Katakombenmalereien (ab ca. 200 n. Chr.). Im Mittelalter dienten die oft bildgewaltigen Darstellungen (u.a. Jüngste Gericht oder das Leben Jesu) vor allem als „Bibel der Armen“ – sie machten den christlichen Glauben auch für die damalige, mehrheitlich leseunkundige Bevölkerung verständlich.
Heute bezeichnet „Kirchenmaler“ einen eigenständigen, kunsthandwerklichen Ausbildungsberuf. Kirchenmaler arbeiten eng mit dem Denkmalschutz zusammen. Aufgrund der speziellen Techniken wurde die Mal-, Fass- und Vergoldetechnik in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen



