Johann der Beständige, Lucas Cranach – Kopie von Chr. Goller

Johann der Beständige war Herzog aus dem Haus Wettin und von 1525 bis 1532 Kurfürst von Sachsen. Er war der vierte Sohn des Kurfürsten Ernst und folgte seinem Bruder Friedrich dem Weisen in der Herrschaft. Über Johanns Kindheit und Jugend ist nur wenig bekannt. Nach dem Tod des Vaters 1486 übernahm Friedrich zusammen mit seinem damals achtzehnjährigen Bruder Johann die Regierung. 1513 vereinbarten Friedrich und Johann eine interne Landesteilung vorzunehmen. Seither regierte Johann einen Teil des Kurfürstentums von Weimar aus, wodurch die Stadt eine ständige Residenz des Herzogs wurde. Nach seiner zweiten Vermählung mit Margarete von Anhalt († 1521) teilten er und sein Bruder die kursächsischen Ländereien untereinander auf. Johann ließ sich daraufhin in Weimar nieder, wo er seinen eigenen Hof gründete und von da an für die thüringischen, fränkischen und vogtländischen Landesteile verantwortlich war.
Das Gemälde im Stil von Lucas Cranach wurde nach der Vorlage des „Johann des Beständigen“ auf einen hölzernen Bildträger aufgemalt- die Malweise ist eine fette Tempera. Die Herkunft des Bildes stammt aus der Werkstatt von Christian Goller, der in den 70er – 90er Jahren zahlreiche Altmeister rekonstruiert oder kopiert hat. Sein berühmtestes Gemälde ein Grünewald wurde vor vielen Jahren in New Jahr höchstwertig versteigert. Seitdem galt Goller auch als einer der berühmtesten Fälscher Deutschland.
