GOLGATHA- Marc Chagall- Neuinterpretation von Chr. Goller

Das monumentale Format dieses Gemäldes „Golgotha“ spiegelt die Bedeutung des Themas in der jüdisch-christlichen Tradition. Chagall malt es 1912 in seiner Werkstatt in La Ruche. Betitelt ursprünglich mit „Christus“ spiegelt es die Bedeutung wider, die dieses Thema für den Künstler hatte.
Mit Geschicklichkeit verwendet Chagall eine Reihe von Formen, die an den Kubismus erinnern, um Christus darzustellen. Das unwirkliche Aussehen im Hintergrund mit den üppigen Blitzen in Grün, Blau und Rot, schafft einen übernatürlichen Raum. So schreibt sich in die Moderne das Motiv der Kreuzigung ein, so charakteristisch für große klassische Kunst.
Das Gemälde befindet sich im Museum für moderne Kunst. New York. Erworben durch Lillie P. Bliss, 1949
